Der Patriarch Jakob und sein Leben – Lernen an Gottes Hand

Durch Glauben segnete Jakob sterbend jeden der Söhne Josephs und betete an über der Spitze seines Stabes.                                                                                                                                                                                              Hebräer 11,21

Jakob hatte einen besonderen Platz in Gottes Absicht, aber er erkannte dies nicht in seinem frühen Leben. Er verbrachte viel Zeit seines Lebens mit Intrigen, Pläne schmieden; er versuchte, Dinge auszuprobieren. Jakob scheint der Erste einer langen Reihe von „Mauschlern“ zu sein. Er dachte, dass er durch seinen eigenen klugen Einfallsreichtum die Dinge auf seine Art regeln könnte.
Durch seine Intrigen musste Jakob seine Mutter vorzeitig verlassen und hat sie nie wiedergesehen. Durch seine Intrigen kam er unter den Einfluss eines Onkels, listiger als er selbst, der seinen Lohn zehnmal veränderte und Jakob noch mehr betrog, als Jakob andere betrogen hatte. Durch seine Intrigen hatte Jakob ein hartes Leben.
Aber am Ende seines Lebens war Jakob anders. Im Alter endeten die Intrigen, und er begann zu lernen, dass Gott Seinen Weg für ihn hatte. Gott gab ihm einen neuen Namen: „Israel“, das bedeutet „Fürst Gottes“, und Gott begann, Jakob zu formen, um diesem neuen Namen gemäß zu leben. Es war ein großer Tag für Jakob, als er anfing, als „Fürst Gottes“ zu leben und nicht als Intrigant.
Gott ändert auch heute noch die Namen der Menschen, ihr Leben, ihre Charaktere. Durch den einfachen Glauben an Christus macht er aus Sündern Heilige. Er führt uns aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht. Er lehrt uns, aufzuhören, unseren eigenen Weg zu gehen und stattdessen Seinen Weg zu gehen.
Jacob hat das nicht gelernt, bis er alt war. Diejenigen unter uns, die noch jung sind, tun gut daran, aus seinen Fehlern zu lernen. Lerne früh, dass Gottes Wille gut und perfekt und annehmbar ist. Nehmen wir unseren Platz zusammen mit dem Psalmisten ein, indem wir beten: „Sättige uns früh mit deiner Güte, so werden wir jubeln und uns freuen in allen unseren Tagen.“ (Psalm 90,14) „Deine Wege, HERR, tu mir kund, deine Pfade lehre mich! Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heils; auf dich harre ich den ganzen Tag.“ (Psalm 25,4.5)

Am Ende seines Lebens konnte Jakob aus Überzeugung sagen: „Der Gott, vor dessen Angesicht meine Väter, Abraham und Isaak, gewandelt sind, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin bis auf diesen Tag.“ (1.Mose 48,15) Er hatte gelernt.

Aus dem Englischen.

Gottes vollständige Wiederherstellung am Beispiel von Petrus

Simon Petrus nun, als er hörte, dass es der Herr sei, … warf sich in den See.                Johannes 21,7

In Johannes 21 erkennen wir drei Stufen der Wiederherstellung: Gewissen, Herz und Weg. Die erste, die Wiederherstellung des Gewissens, ist die allerwichtigste. Ein Christ kann nicht oben auf sein, wenn es einen Fleck auf seinem Gewissen gibt. In dieser Szene am See von Tiberias ist es offensichtlich, dass Petrus ein wiederhergestelltes Gewissen besaß. Ein Blick des Herrn Jesus hatte die Quellen seines Herzens aufgebrochen und Fluten von bitteren Tränen hervorgebracht. Doch es waren nicht seine Tränen, sondern es war die Liebe, die diese Tränen hervorbrachte, die den Grund seiner gründlichen Wiederherstellung des Gewissens bildete. Als nun Petrus hörte, dass es der Herr sei, stürzte er sich in den See – so eifrig war er bemüht, zu den Füßen seines auferstandenen Herrn zu gelangen. Hier war ein Gewissen, das sich im Sonnenlicht der unveränderlichen Liebe sonnte. Petrus Vertrauen war ungetrübt, und das war für das Herz Jesu erfreulich. Lassen wir uns daran erinnern: Liebe liebt es, wenn man ihr Vertrauen entgegen bringt. Niemand möge sich vorstellen, dass er den Herrn Jesus ehrt, wenn er sich fernhält unter dem Vorwand der Unwürdigkeit. Es ist traurig zu irren, ja zu fallen, aber es ist noch trauriger, wenn wir geirrt haben oder gefallen sind, dann der Liebe Jesu oder seiner gnädigen Bereitschaft zu misstrauen, die uns wieder an Seine Brust bringen will.
Das Herz muss auch wiederhergestellt werden. Das Gewissen mag vollkommen klar sein über bestimmte Handlungen, die wir getan haben, aber die Wurzeln, aus denen diese Handlungen entsprungen sind, sind nicht erreicht worden. Die Wurzeln sind im Herzen verborgen, für uns und andere unbekannt, aber dem Auge unseres Herrn ausgesetzt. Stolz, persönliche Eitelkeit, Habgier, Reizbarkeit und Ehrgeiz sind nur einige von ihnen. Diese Wurzeln müssen gründlich verurteilt werden. Der Herr nahm Petrus beiseite, um in seine Seele das Licht der Wahrheit hineinzulassen, um die Wurzel des Selbstvertrauens zu erkennen, aus der sein Versagen entsprungen war. So wurde Petrus‘ Herz wiederhergestellt.
Dann, in einer kurzen, aber umfassenden Äußerung, stellt der Herr den Weg des Petrus wieder her: „Folge mir nach.“ So sehen wir Seine Fußstapfen und treten in sie hinein.

Aus dem Englischen.

Die Größe der Liebe Gottes, oder: einfach dankbar sein

Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 1.Johannes 4,9

Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeilen werde, … aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze. 1.Korinther 13,3

Die Größe Gottes

Gebt Majestät unserem Gott! Der Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue …, gerecht und gerade ist er!                                                                                                         5.Mose 32,3.4

Siehe, Gott ist mächtig, und doch verachtet er niemand – mächtig an Kraft des Verstandes.    Hiob 36,5